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  Wo Katzen ein ruhiges Plätzchen zur Erholung finden

Moni hat es sich gemütlich gemacht. Die 15-jährige Katzendame genießt das schöne Wetter und macht ein Nickerchen in ihrem Gehege im Frankfurter Katzenschutzverein im Speckweg 4. Der Trubel um sie herum scheint sie nicht zu stören. Warum auch, schließlich hat sie in ihrem Leben schon so einiges erlebt. Moni ist eine von 157 Katzen, die sich zurzeit in der Einrichtung befinden.

„Wir haben sie von einem Bauernhof“, erzählt Brigitte Maucolin, die seit fünf Jahren das Katzenheim leitet. 13 Jahre lang habe die Katze jedes Jahr zwei Mal Junge geworfen. Eine Leistung, die dem Körper viel Kraft gekostet hat. Ein ruhiges Plätzchen und Erholung sind für Moni daher jetzt ganz wichtig. Der Verein, der vor 40 Jahren gegründet wurde, war eine der ersten reinen Katzenschutzorganisationen in Deutschland.

Den traditionellen Tag der offenen Tür nutzten viele Katzenliebhaber, um sich die großen und kleinen Stubentiger einmal genauer anzusehen. Schnell flogen besonders den Jungkatzen die Herzen zu. Durch Glas oder einen Zaun geschützt, konnten die Katzen ungestört ihren Interessen nachgehen, während die Besucher dabei die Möglichkeit hatten, sie von außen zu beobachten. Ein bisschen miteinander toben und spielen, stand bei den Jüngsten auf der Tagesordnung, während es sich die älteren Tiere meist auf ihren Lieblingsplätzen – wie einem Katzenbaum oder einem mit Gras bepflanzten Kübel – gemütlich gemacht hatten.

Im Heim gibt es auch besondere Stationen wie beispielsweise die für Mutter und Kind. „Wir haben hier zudem eine Abteilung mit Katzen, die nicht oder nur schwer vermittelbar sind“ erzählt Jürgen Speckmann, der Vorsitzende des Vereins. Zu diesen Katzen gehört die etwa sieben Jahre alte Molly. Sie sitzt vorne am Zaum und schaut sich die Menschen, die daran vorbei gehen, an. „Die Katze ist ein Opfer der Flutkatastrophe in Ostdeutschland und wurde aus dem Wasser gezogen“, erzählt die Tierheimleiterin. Jetzt lebt sie seit gut eineinhalb Jahren im Frankfurter Katzenschutzverein. „Sie ist eine von den Katzen, die wir nicht vermitteln, weil sie sich hier wohl fühlen und hier ihr neues Zuhause gefunden haben“. Auch Ricky gehört dazu. Der vierjährige rot-weiße Kater mischt die Abteilung hin und wieder mal auf. Man sieht ihm an, dass er gerne ein wenig Blödsinn macht und spielerisch seine Mitbewohner ärgert. So ein Verhalten wird jedoch nicht immer kommentarlos von den anderen hingenommen und auch schon mal mit einem Fauchen entsprechend beantwortet. „Ricky kam im Jahr 2000 auf die Welt“. Seine Schwester sei sehr schnell vermittelt gewesen, er aber lasse sich von niemandem anfassen.

Die Bilanz des Heims ist sehr gut. „Wir vermitteln jährlich zwischen 450 und 500 Katzen“. Kein Wunder, bei dem Engagement. „Der Job beansprucht einen ganz“, sagt Brigitte Maucolin. Sie wird dabei von der stellvertretenden Leiterin sowie einigen Aushilfen unterstützt. „Ich bin täglich etwa 12 bis 14 Stunden im Heim. Wenn ein Tier krank ist oder trächtig, komme ich auch nachts“.

Diejenigen, die sich für eines der Tiere aus dem Frankfurter Katzenschutzverein entschieden haben, bereuen diesen Schritt nicht. Hierzu gehört Ilona Gyöngyösi, die vor drei Monaten die etwa drei Jahre alte Leonie zu sich geholt hat. „Die Beratung ist sehr gut“, sagt die 27-Jährige. „Die Katzen sind alle gepflegt und die Einrichtung einfach nur zu empfehlen“. Auch Gisela und Achim Knüppel haben im September des vergangenen Jahres eine Katze des Vereins zu sich genommen. Orlina, so der Name des elf Jahre alten Tieres, ist eine so genannte Scheidungswaise. „Sie hat sehr getrauert und war auf 1,8 Kilo abgemagert, als sie zu uns kam“, sagt Gisela Knüppel. In den ersten drei Monaten habe sie sich immer im Bücherregal versteckt und alles von dort aus beobachtet. Plötzlich jedoch sei das Eis gebrochen.

Weitere Infos zum Verein, der sich über Spenden, Mitgliedsbeiträge und sonstige Zuwendungen finanziert, gibt es unter
www.katzenschutzverein.de oder telefonisch unter: 65 16 41. I>

Weitere Infos zum Verein, der sich über Spenden, Mitgliedsbeiträge und sonstige Zuwendungen finanziert, gibt es unter
www.katzenschutzverein.de oder telefonisch unter: 65 16 4




Das machen die Stubentiger am liebsten: ganz entspannt vor sich hin dösen. Es sei denn, irgendwo wird eine Dose mit Katzenfutter geöffnet.