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07.10.2015
Eine ungewöhnliche Vermittlung

Heut zu Tage ist es nicht leichter geworden, unsere Katzen in das „richtige“ Zuhause zu vermitteln, obwohl wir sehr guten Zulauf haben. Viele Menschen haben eine bestimmte, festgefahrene Vorstellung wie die Katze aussehen soll und viele tendieren zu Jungkatzen und glauben, daß die sich besser integrieren bzw. erziehen lassen, weil sie ihrer Meinung nach kein ausgeprägtes Vorleben haben. Wichtig ist bei einer Zweitkatze, daß man den Charakter der Erstkatze im Blick hat und dementsprechend die neue Samtpfote ausgesucht wird (da verläßt man sich am Besten auch auf den Rat unserer Tierheimleiterin, die ihre Tiere ganz genau kennt und dementsprechend einordnen kann, wer zu wem paßt).

Sicher ist, eine Katze läßt sich nur bedingt erziehen, sie ist kein Hund und wird immer das machen, was sie will. Katzen haben ihre eigene Persönlichkeit und man fährt am besten mit ihnen, wenn man sie gewähren läßt und nicht allzu viel Verbote ihnen auferlegt. Ein Vorurteil ist auch, daß eine nicht mehr so junge Katze sich schwer integrieren läßt – bei ihr wird es evtl. nur ein paar Tage länger dauern.

Wir stellen immer wieder fest, daß viele neue Besitzer zu wenig Geduld aufbringen und die Katze bedrängen, womit man das ganze Gegenteil erreicht. Im neuen Zuhause ist doch zuerst einmal alles anders - eine fremde Umgebung, fremde Gerüche und vielleicht auch noch eine andere Katze – darauf heißt es sich erst einmal einzustellen und diese Situation löst bei vielen Samtpfoten zunächst Angst aus. Deshalb ist es am Anfang ratsam, dafür zu sorgen, daß sich die Katze verstecken kann und daß man sie dort beläßt bis sie von alleine kommt (hilfreich für sie ist, als Übergang in die Nähe eine Katzentoilette zu stellen). Während dieser Zeit viel leise mit ihr sprechen und ihren Namen rufen, vielleicht auch mit einem Spielzeug versuchen, sie aus der Reserve zu locken.

Manchmal haben wir auch – aber viel zu selten – das Glück, daß Menschen kommen, die auch einer „behinderten“ Katze eine Chance geben wollen. So war es auch mit „Mogli“, einem mongoiliden Kater, den wir erst vor kurzem vermitteln konnten, obwohl er schon im Juli 2012 zu uns kam. Damals hatten wir wenig Hoffnung, daß er überleben wird. Er war erst 3 Monate alt, seine Schädeldecke war jedoch nicht ganz zu und er irrte ziellos herum bis ein Mitglied von uns sich ihm annahm und ihn zu uns brachte. Bei uns wurde er zunächst geimpft und wir warteten ab, wie er sich entwickeln würde. Er wuchs langsam, kam aber mit den anderen Katzen in seinem Reich zurecht und so vergingen die Monate und erst im Dezember 2013 hielt es unsere Tierärztin für angebracht, ihn zu kastrieren, was er auch gut überstand, aber in seinem ganzen Verhalten blieb er einfach zurück.

Und nun besuchte uns eine ehemalige Angestellte unseres Tierheimbetrieb und hielt Ausschau nach einer neuen Zweitkatze, die ruhig auch behindert sein dürfte. Wir kannten Frau S. als ganz liebe, einfühlsame und ruhige Person, die katzenerfahren ist und nichts sprach dagegen, ihr Mogli vorzustellen als Ergänzung zu Mäxchen, der übrigens auch von uns, inzwischen aber schon 13 Jahre alt ist.

Hier ist nach so kurzer Zeit ihr Bericht:

„Wie auf dem Bild zu sehen ist, liegen mein alter Katzenopa und der „Kleine“ bereits sehr vertraut zusammen auf dem Bett. Überhaupt machen sie fast alles gemeinsam, egal ob Futtercheck in der Küche oder die abgesicherte Terrasse inspizieren ... Mogli hängt ständig an Mäxchens Versen. Das gibt ihm Sicherheit und den Mut, jeden Tag etwas Neues zu entdecken. Der kleine Wonneproppen ist total verrückt nach Käse Dreamies und gaaanz viel streicheln und „köpfeln“, davon kann er mehr als genug bei uns bekommen. Ich kann mir ein Leben ohne meinen kleinen „Downie“ gar nicht mehr vorstellen und vielleicht macht das auch anderen Menschen Mut, sich ebenfalls eine nicht ganz so „normale“ Katze aus dem Tierheim zu holen. Wobei.... was ist schon normal – Mogli sieht halt nur ein bisschen anders aus und braucht für alles etwas länger, aber das ist ja auch bei vielen Menschen so.
Brigitte (gemeint ist unsere Tierheimleiterin) herzlichen Dank für dein Vertrauen!!! und schnurrende Grüße aus der Goethe-WG“

katzenopa behinderten Katze
 
     
 
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