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17.03.2015
Mal etwas aus der Vergangenheit

Die Zukunft baut auf der Vergangenheit auf und so ist es auch bei uns. Unseren Verein gibt es inzwischen 50 Jahre (1964 gegründet, die Anfänge unseres Tierheims stammen aus 1967).
Von einem Mitglied, daß seit den 70- er Jahren uns die Treue hält erhielten wir eine email, die auch aus der Anfangszeit berichtet und so lesen wir:

„Lieber Herr Speckmann und liebes Katzen-Schutz-Team,
mit großer Freude habe ich heute wieder Ihre neuesten Berichte gelesen. Es geht mir jedes Mal wieder das Herz auf, wie gut und harmonisch Ihr Katzenheim geführt wird und man kann sogar nachempfinden, daß sich die meisten Fellis dort wohlfühlen. Ein herzliches Dankeschön an alle an dieser Stelle. Da wir seit ein paar Jahren nun in Mondsee bei Salzburg leben, sind diese Berichte auch ein Gruß aus der alten Heimat Frankfurt.

Auch ich war Ende der 70-iger Jahre eine kurze Zeit für den Katzenschutzverein tätig, als nämlich der U-Bahnbau am Hauptbahnhof begonnen hat. Man passierte die riesige Baustelle im Untergrund und da entdeckte ich hinter den Bauzäunen eine relativ zutrauliche Katze! Ich mußte aber dringend zum Dienst. Abends war sie aber schon eingeschüchtert. Es mußte also eine Falle her, um ihrer habhaft zu werden. Nachdem Frau Litterer (zur Anmerkung: = die Gründerin des Frankfurter Katzenschutzvereins und langjährige Vorsitzende) mich für seriös eingestuft hatte, durfte ich eine Lebendfalle abholen. Morgens und abends waren die vorderen Gitterzäune abgesperrt und ein Wachdienst war nachts tätig. Nun mussten eine Bekannte, die mir helfen wollte, und ich uns mit diesen Männern verständigen. Mit dem üblichen Trinkgeld wurde es einfacher, so daß sie uns morgens um 5 Uhr angerufen haben, wenn eine Mieze in der Falle war und abwechselnd einer von uns von Langen (wo wir damals wohnten) nach Frankfurt startete und mit dem Taxi nach Oberrad fuhr und dort wartete bis das Tierheim aufgemacht hat. Unerfahren wie wir in dieser ganzen Angelegenheit waren, dachten wir auch nur an diese eine Katze von Anfang an. Zuerst war es eine trächtige Katze, die nach 3 Tagen ihre Jungen bei Ihnen zur Welt brachte, dann ein halbblinder Kater und irgendwann noch eine Katze. Wir hatten selbst ein paar Katzen, so daß wir alle eingefangenen Katzen nicht selbst aufnehmen konnten, sondern im Katzenheim abgegeben haben. Die Falle blieb dann noch zur Kontrolle ein paar Tage stehen, bis wir sicher sein konnten, daß im Moment keine weitere Katze dort lebte und auch das Futter nicht mehr gefressen wurde. Wer weiß, wie viele Tiere später (der Bau zog sich ja jahrelang hin) dort noch Unterschlupf gefunden haben? Apropos, Futter:
Ich habe abends nach 19 Uhr auf die Sicherheitsbeamten vor diesen Drahtzäunen gewartet, um die Falle neu aufzustellen und mit Thunfisch zu bestücken. Da passierte es eines Abends, als ich im „Bahnhofsviertel“ so herumstehend wartete, daß ich von hinten entsetzt angesprochen wurde: „Frau Z., was machen sie denn hier? Es war die Sekretärin – eine wirklich ältere Dame – von unserem damaligen Aufsichsrat. Hinterher durfte ich mir nicht unbedingt ausmalen, wer mich sonst noch von unseren Direktoren gesehen hatte und eben nicht die klärende Frage gestellt hat. Mich kannten sehr viele Leute von meiner Arbeit im Vorstand! Das sind so die Episoden im Laufe eines Lebens.“

Leider sind die sog. freilebenden Katzen nicht weniger geworden. Da unser Tierheim im Laufe der Jahrzehnte sich immer mehr vergrößert und der Tierbestand dadurch zugenommen hat, können wir speziell diese Arbeit des Einfanges nicht mehr selbst leisten, sondern sind auf die Mithilfe der Tierfreunde angewiesen, die solche Katzen bereits füttern. Außerdem sind die meisten dieser Tiere (es sei denn es handelt sich um einen Notfall wie eine trächtige Katze) für die Unterbringung in ein Tierheim nicht geeignet, weil sie Fremden gegenüber zu scheu sind bzw. vom Alter her nicht mehr zahm werden (das ist nur bis zur 12. Woche möglich) und daher unvermittelbar sind. In solchen Fällen versuchen wir – nach vorheriger Rücksprache mit uns - insofern zu helfen, indem wir das nötige Rüstzeug gegebenenfalls zur Verfügung stellen und für die Kosten der Kastration – wenn gewünscht - aufkommen.

 
     
 
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