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28.08.2012
Was für ein Schicksal

Auch wie wir Menschen, haben Tiere gute und schlechte Zeiten; nur im Gegensatz zu uns Zweibeinern können sie sich nicht wehren und müssen sich ihrem Schicksal fügen.

Eine bewegte Geschichte noch im Alter hatte Torego. Er war 16 Jahre alt, als er zu uns kam. Sein Frauchen war schwer krank, konnte ihn nicht mehr halten, da sie selbst in ein Pflegeheim musste und für sie war es bitter genug, ihn abgeben zu müssen, da er jahrelang ihr bester Freund war. Nun war er also bei uns. Wir versuchten ihm natürlich das Leben noch angenehm zu gestalten, denn eine Chance auf eine Vermittlung war mit diesem hohen Alter gering. So lebte er in unserer "Rentner-WG", wo wir ausschließlich alte Katzen untergebracht haben. Dieser Bereich ist zwar klein, aber er besitzt einen Innen- und Außenauslauf und gerade in der schönen Jahreszeit (es war ja Sommer) genießen diese betagten Katzen auch die Sonne, wenn sie gemütlich auf ihren Liegebrettern verweilen. Im großen und ganzen hatte sich der Kater gut bei uns eingelebt. Aber es sollte anders kommen – er wurde noch einmal in ein Zuhause vermittelt und das kam so.

Eines Tages rief ein Mann bei uns an und erkundigte sich nach Torego. Wir waren zuerst einmal stutzig, woher er den Namen kennt und warum er wusste, daß die Katze bei uns ist. Es war ein Pfleger, der die ursprüngliche Besitzerin betreut hatte und von der Aufnahme bei uns wusste. Er selbst kannte unser Heim und natürlich auch bestens den Kater und war traurig, dass er ihn selbst nicht nehmen konnte (er hatte einfach zu wenig Zeit für ihn – und die Katze war es ja gewohnt, dass sein Mensch viel um ihn war). Aber eine ältere Dame, die schon einmal eine Katze von uns hatte, würde diesen gerne nehmen. Auch hier war er Betreuer und die Wohnung der Frau war absolut katzengerecht und katzensicher ausgestattet, so dass einer Vermittlung eigentlich nichts im Wege stand. Übrigens kannte diese Dame auch die ursprüngliche Besitzerin und hatte auch von ihr gehört, dass sie sich von ihrem geliebten Torego trennten musste.

Da die neue Besitzerin "gehbehindert" ist und sie uns als große Katzenfreundin bekannt war, verblieben wir so, daß Torego in den nächsten Tagen abgeholt werden konnte. Inzwischen telefonierten wir auch mit Frau G. und klärten die Einzelheiten ab. Gesagt, getan, der Kater bekam also noch einmal ein schönes Zuhause bei einer uns bekannten älteren Frau, wie er es gewohnt war. Alle waren glücklich und auch das Tier lebte sich sehr schnell ein.

Monate vergingen, wir telefonierten immer mal wieder mit der neuen Besitzerin, die glücklich war, wieder mit einem Tier zusammen leben zu können und alles schien perfekt. Eines Tages rief uns eine Tierärztin an und berichtete, dass sie Torego bei Frau G. zwecks Behandlung einer Blasenentzündung abgeholt hätte, aber er dorthin nicht mehr zurück kann, da sich auch der Gesundheitszustand von Frau G. stark verschlechtert hätte. So landete der Kater nach ein paar Monaten wieder bei uns und kam in die ihm schon vertraute Rentner-WG, wo es besonders viele Zuwendungen gibt, weil dort auch regelmäßig "Streicheldamen" sind. Torego wurde bestens versorgt und wir hatten auch das Gefühl, er fühlt sich wohl, weil er sich auch mit den anderen Katzen verstand. Nun war er inzwischen siebzehn und sein Ende kam plötzlich. Nach einem schweren Schlaganfall musste er von unserer Tierärztin erlöst werden.

 
     
 
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