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31.03.2012
Ein wirkliches Happy-End

Wir wollen alle das Beste für unsere Katzen, die in unserer Obhut leben. Viele davon können natürlich – früher oder später - vermittelt werden, vor allem meistens auch die Katzen, die bei uns aus den verschiedensten Gründen – nach vorheriger Absprache mit uns - abgegeben werden.

Einen besonderen Fall hatten wir Ende Januar und zwar einen ausgesprochenen Notfall. Aus einer Zwangsräumung erhielten wir über einen Gerichtsvollzieher einen sehr alten, verwahrlosten und abgemagerten Perser-Kater, den unsere Tierheimleiterin sofort in unsere Tierarztpraxis fuhr, denn er sah wirklich schlimm aus. Dort wurde er zunächst einmal gründlich untersucht, provisorisch (sein Zustand ließ nichts anderes zu) geschoren, denn sein Fell war ganz verfilzt, und vor allem aufgepäppelt. Er nahm nach und nach ein wenig an Gewicht zu und bekam die notwendigen Impfungen. Als er stabil war, kam er zu uns zurück und wir erfreuten uns an seinem aufgeschlossenen, lieben Wesen. Wir machten uns aber mit einer Vermittlung wenig Hoffnung, denn er war immerhin schon 16 Jahre, ein Fall also für unsere "Rentner-WG".

Doch manchmal spielt das Schicksal einfach anders als man denkt. Mitte Februar rief eine Dame an, die wusste, dass ein Kater über eine Zwangsräumung zu uns gekommen war. In dem ausführlichen Gespräch stellte sich heraus, dass sie einmal die ursprüngliche Besitzerin dieses Katers war und ihn später an ihre Mutter weitergegeben hatte. Sie hatte den Aufenthaltsort von Chamir äber die Baugenossenschaft erfahren, deren Wohnung ja zwangsgeräumt wurde. Die Frau war außer sich, dass so etwas passieren konnte und ließ ihren Tränen freien Lauf. Was war geschehen?

Der Kater lebte – wie schon erwähnt - früher bei ihr mit einem kleinen Hund zusammen, die sich auch prächtig verstanden. Auch ihre Mutter, die in der Nachbarschaft wohnte, hatte einen Perser, der aber aufgrund seines Alters eines Tages verstarb. Nun zog der Kater der Tochter zu deren Mutter, die unbedingt wieder ein Tier um sich haben wollte und wurde natürlich von seinem vorherigen Frauchen und dem Malteser-Hündchen so oft besucht wie möglich.

Alles ging viele Jahre gut, auch wenn die Mutter inzwischen einen jüngeren Mann geheiratet hatte, der nun mit in der Wohnung lebte. Eines Tages schlug das Schicksal unerbitterlich zu. Ihre Mutter wurde sehr, sehr krank und starb innerhalb von ein paar Monaten. Chamir aber blieb dort, denn es war ja noch der Mann da, der versprach, sich liebevoll um den Kater zu kümmern, das wäre er schließlich seiner Frau schuldig.

Die Tochter vertraute ihm. Was sie jedoch stutzig machte, sie kam an ihn nicht mehr heran, wenn sie klingelte, wurde nicht aufgemacht und so war der Zugang zu Chamir versperrt. Man kümmerte sich nicht mehr um ihn, er bekam nicht richtig zu essen und wurde nicht beachtet. Ein Glück für ihn, dass die Wohnung ein paar Monate später zwangsgeräumt wurde und er so in unsere Obhut kam.

Um es kurz zu machen. Wir luden die Tochter kurzfristig zu einem Besuch zu uns ein. Da stand sie nun vor ihrem Chamir, der sich inzwischen gut erholt hatte, die Tränen liefen nur so und wir hätten fast mitgeweint. Da fanden wieder zwei Lebewesen zusammen, die ursprünglich zusammen waren und die Zeit dazwischen hat sie nie wirklich getrennt. Ein paar Tage später war Besuchszeit und wir versprachen, dann kann sie den Kater für immer mitnehmen. Ist das wirklich wahr, was muss ich an Arztkosten zahlen, stammelte sie? Da sie alleinstehend, alleinerziehend und als Friseurin auch wenig Geld verdient, gaben wir ihr den Kater ohne jegliche Bezahlung mit. Für uns steht im Vordergrund das Wohl der Katzen und wir werden nie die strahlenden Gesichter von Mutter und Sohn vergessen, als sie das Tier abholten. Wenige Tage später bekamen wir den glücklichen Anruf, dass alles gut geht und alles wie früher ist.

 
     
 
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