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02.02.2011
Gemobbt

dieses Wort ist heute in aller Munde und besonders in unserer schwierigen wirtschaftlichen Zeit trifft es viele Menschen. Man lässt sie nicht in Frieden leben und arbeiten, sie werden Schikanen ausgesetzt, um sie vielleicht letztendlich doch zu einer Aufgabe zu bewegen und dazu, dass sie ihre Arbeitsstelle freiwillig verlassen. Viele tun das auch, weil sie seelisch kaputt gehen und dem ständigen Druck nicht mehr gewachsen sind.

Nun fiel das Wort "gemobbt" vor einiger Zeit auch bei uns, aber nicht im Zusammenhang mit Kollegen in der Arbeitswelt, sondern mit einer Katze. Eine junge Dame hatte angerufen und um dringende Abgabe eines Katers gebeten. Die Zusage konnten wir in diesem Fall zeitnah erteilen, da gerade in der Aufnahmestation zu diesem Zeitpunkt Platz geworden war.

Da stand sie nun bei uns im Büro, die junge Dame, den Katzenkorb in der Hand mit einem wunderschönen getigerten Kater und sie konnte kaum reden, so liefen ihr die Tränen ins Gesicht. Man merkte förmlich, wie schwer der Abschied fiel und der Kater in seinem Körbchen wusste nicht wie ihm geschah. Drei Monate war er nun mit der Frau zusammen. Sie kannte ihn bereits schon vorher, hatte viel mit ihm auch früher bei der Nachbarin gespielt und ihn in der Urlaubszeit betreut. Die beiden waren ein gutes Team und so war die logische Folge, als die Besitzerin unerwartet verstarb – mit 50 Jahren! ihn bei sich aufzunehmen.

Nun war aber das Problem, das neue Frauchen lebte nicht allein, sondern in einer Wohngemeinschaft mit anderen zusammen. Die Mitbewohner kannten zwar auch die verstorbene Nachbarin und hatten auch zu Lebzeiten einen guten Draht zu ihr und dem Kater. Was sollte also dann passieren, wenn er nun umzog.

Aber das war es gerade, nun lebte er immer bei ihnen und da er alleine war, miaute er auch des öfteren und forderte Aufmerksamkeit ein. Die aber wollten ihm die anderen nicht geben und so wurde der Ruf immer lauter, die Katze doch einfach wegzubringen. Unsere junge Dame war der endlosen Diskussionen und Anfeindungen ihr gegenüber nicht mehr gewachsen und so entschloß sie sich schweren Herzens, den Kater zu uns zu bringen. Bei uns war sie sich ganz sicher, ihn in guten Händen zu wissen, da wir ja ein Tierheim mit nur Katzen sind und daher sehr viel Erfahrungen haben. Ihr Herz hing sehr an ihm und sie verstand plötzlich die Welt nicht mehr. Da hatte sich in der Zusammensetzung der Mitbewohner nichts geändert, man kannte sich schon länger, war aufeinander eingestimmt und nur eine liebenswerte Katze war dazu gekommen, die ihr Zuhause verloren hatte. Wie kann man nur so herzlos sein und ein Tier nicht lieben, das waren immer die Gedanken, die sie nicht mehr los ließen und so gab sie nach schlaflosen Nächten nach und brachte den Kater zu uns, so weh es ihr auch tat. Wir bestärkten sie darin, auf jeden Fall so zu bleiben wie sie ist und Mitleid mit der Kreatur zu haben, die auch auf uns Menschen angewiesen ist.

Moritz ist erst 2 Jahre jung, lebte bis dato allein und kam kastriert, aber nicht geimpft, zu uns. So mußte er erst einmal bei uns den medizinischen Durchlauf hinter sich bringen, um vermittelt werden zu können. Er strahlt so eine Liebe aus und man merkt ihm an, dieses Tier hat nichts Böses erlebt. Auch andere Katzen sind für ihn kein Problem, auch wenn er sie vorher nicht kennenlernte. Übrigens die meisten Katzen wollen zumindest zu zweit leben, einen Artgenossen neben sich haben, mit dem sie auch einmal richtig zusammen toben und spielen oder sich an ihn kuscheln können. Oftmals freuen sich gerade die Katzen, die alleine lebten, wenn sie noch andere Katzen um sich haben und wir beobachten es immer wieder, dass regelrechte Freundschaften entstehen, die wir auch belassen und nicht mehr trennen. So hat sich auch bereits Moritz mit einem anderen Kater angefreundet, der aus Zeitmangel abgegeben wurde und Beide sind inzwischen glücklich in ihrem neuen Zuhause.

 
     
 
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