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30.06.2010
Unser Flaschenkind "Fritz"

sobald es Frühjahr/Sommer wird, kommen auch immer wieder Babies zu uns, die keine Mutter haben oder wo man nicht weiß, wo sie ist.

So einen Fall hatten wir vor kurzem. Ein Ehepaar aus Offenbach brachte uns - nach telefonischer Rücksprache - solch einen Winzling, der war gerade mal ein paar Tage alt (die Augen waren noch nicht geöffnet). Es ist eigentlich ungewöhnlich, dass nur ein Baby existiert, es sind in der Regel zumindest immer zwei, die auf die Welt kommen, im Höchstfall hatten wir schon sieben. Was war passiert?

Das Ehepaar, die vollkommen katzenunerfahren sind, leben in einem Haus mit Garten. Es ist eine Gegend, wo es sehr viel Grün gibt und daher auch Katzen, die immer mal durch den Garten laufen. Außerdem ist ein schöner Schuppen vorhanden, wo es trocken und relativ kühl ist und dessen Inneres durch einen Schlupf zu erreichen ist. Ein idealer Ort also für eine freilebende Katze, die auf der Suche nach einem sicheren Ort für ihre Katzenbabies ist.

Und plötzlich lagen in diesem Schuppen fünf kleine Katzenkinder, aber ohne Mutter. Wie gesagt, die Leute waren katzenunerfahren und meinten es gut. So zimmerte der Mann eine große Kiste, in die eine Decke gelegt wurde und man setzte die Jungen da hinein. Die Mutter war auf Nahrungssuche und hatte die Kleinen für einen Moment alleine gelassen, der Zusammenhang aber war den Gartenbesitzern nicht bekannt.

So war es natürlich für uns – die wir über Katzen Bescheid wissen – nichts Neues, dass die Katzenmutter nichts Eiligeres zu tun hatte, als ihre Babies wegzutragen und wo anders unterzubringen, da sie diese in Gefahr sah. Katzen sind sehr fürsorgliche Mütter und dabei schien sie eins erst mal verloren zu haben oder wollte es anschließend gleich holen. Jedenfalls lag ein Baby alleine auf dem Weg, es war das, welches man uns schließlich nach Absprache brachte. Da es noch so klein war und wir zu diesem Zeitpunkt keine entsprechende Mutterkatze hatten, war mal wieder unsere Tierheimleiterin gefragt, da es ein Flaschenkind wurde. Das heißt, es wurde von ihr aufgezogen per Flasche. Sie hat darin natürlich Erfahrung. Diese Kätzchen sind besonders menschenbezogen, denn sie haben keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht und man wünscht sich gerade für diese ein besonders liebes Zuhause.

Da kam uns mal wieder der Zufall entgegen. Ein Ehepaar, das schon Katzen von uns und sehr viel Platz in ihrem katzengerechten Haus hat, suchten mal wieder "Zuwachs" und nahmen "Fritz", so nannten wir ihn, nachdem er 12 Wochen alt war, zu sich. Hier kann er sich richtig austoben und Mensch und Tiere sind glücklich und wir natürlich auch.

Nur das ist die eine Seite, die andere Seite ist, wo sind die anderen Babies und die Mutterkatze? Auch diese vermehren sich wieder, sofern sie nicht kastriert werden. Die Jungkatzen wurden nicht mehr gesehen, aber die Mutterkatze taucht neuerdings wieder im Garten auf, sie wird gefüttert und demnächst kastriert.

So konnten wir hier nur einem Teil der Tiere helfen. Die Jungkatzen leben vielleicht nicht mehr und solche Fälle machen uns – die wir wirklich allerhand erleben – immer wieder traurig.

 
     
 
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