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07.07.2009
Großeinsatz

So etwas gibt es nicht nur für uns Menschen, sondern auch wir Tierschützer werden damit des öfteren konfrontiert. Wenn wir am Werk sind, geschieht das kostenlos und erfordert einige Logistik. Nach dem Gesetz müssen zwar die Katzenbesitzer für die Kosten aufkommen, aber diese haben in solchen Fällen in der Regel kein Geld und so wird uns auch nichts erstattet und wir stehen mit den Kosten alleine da.

Von diesen Einsätzen erfahren wir meistens erst sehr kurzfristig. Wir werden von den Behörden, z.B. Ordnungsamt oder Veterinäramt informiert und um Hilfe gebeten, aber manchmal sind es auch die Besitzer selbst, die den Ämtern zuvor kommen. Sie rufen dann bei uns an, sei es, dass sie schon Ärger mit dem Vermieter haben oder kurz davor stehen. Auf jeden Fall sind sie mit der Flut der Katzen überfordert. So hatten wir schon einmal vor Jahren einen Fall in Darmstadt, wo wir kulanterweise eingesprungen sind und aus einer Wohnung 30 Katzen nach und nach rausgeholt und bei uns aufgenommen haben. So eine Anzahl kommt ganz schnell zusammen, wenn man z.B. zwei unkastrierte Pärchen hat, die sich regelmäßig vermehren. Wir geben allgemein nur zwei kastrierte Tiere wieder zurück.

Es handelt sich in all diesen Fällen um eine „Anhäufung von Katzen“. Sei es, dass man die eigenen nicht kastriert hat und letztendlich auch auf all dem Nachwuchs sitzen bleibt. Denn im allgemeinen wollen auch neue Katzeneltern geimpfte und medizinisch betreute Katzen, was dann am Geldmangel scheitert und auch die jüngeren Katzen vermehren sich wieder. Oder es gibt auch Fälle, wo Leute immer wieder neue Katzen aufnehmen, weil sie ihnen leid tun und es so zu einer schier unüberschaubaren Anzahl von Katzen kommt. Im Tierschutz ist aber nicht nur das Herz, sondern auch der Verstand gefragt.

Unser letzter Einsatz liegt 3 Monate zurück. Wir wurden vom Ordnungsamt informiert, dass in einer Wohnung in Frankfurt ca. 50 Katzen und zwei Hunde leben und um Mithilfe gebeten. Die Tierheime in Nied und Fechenheim hatten ihre Hilfe schon zugesagt und wir machten natürlich auch mit. So fuhr an einem Montag im März unsere Tierheimleiterin mit einer Vielzahl von Körben in besagte Wohnung, wo auch die anderen Helfer schon warteten. Frau Maucolin brachte bei diesem Einsatz 12 Katzen, darunter vier trächtige Mütter, mit, natürlich alle unkastriert. Auch die beiden anderen Tierschutzvereine machten ihre Körbe voll und nahmen auch die beiden Hunde mit. Ein Rest an Katzen blieb zurück, die sich vor Streß verkrochen hatten und an diesem Tage partout nicht mehr zu bekommen waren. Ein weiterer Termin wurde daher vereinbart, an dem wir jedoch nicht teilnahmen, weil unser Tierheim zu diesem Zeitpunkt voll belegt war.

Was uns verwunderte war die Tatsache, dass wir mit der Katzenbesitzerin vor Jahren schon Kontakt hatten und wir auch immer wieder unkastrierte Tiere von dort aufnahmen, die sie angeblich immer über Freunde bekommen hatte. Jedesmal redeten wir ihr ins Gewissen, nicht wahllos Tiere aufzunehmen, zumal auch das Geld knapp ist, sie würde irgendwann Ärger bekommen. Sie beteuerte uns gegenüber immer, sie hätte nur einige kastrierte Tiere Zuhause, was wir schließlich glauben mussten.

 

 
     
 
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