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28.02.2009
Pitty

wir hier im Tierheim können uns noch gut an den kleinen Kerl und die Umstände, wie er zu uns kam, erinnern. Es war Anfang November 1994. Das Wetter war schlecht und der Winter stand vor der Tür. Unser Vorstandsehepaar bediente – wie gewohnt – eine damalige Futterstelle in einem der Industriegebiete in Frankfurt, um die dort lebenden Katzen gut versorgt zu wissen. Sie alle waren von uns kastriert worden, um den Nachwuchs einzudämmen und es gab dort keine jungen Tiere mehr. Die Katzen waren zu scheu, um sie ins Heim aufzunehmen und deshalb kamen sie an ihren angestammten Platz zurück, wo sie sich auch sehr wohlfühlten und zur „Futterzeit“ auch einstellten.

Der Weg dorthin führte an Industriehöfen und Lagerräumen vorbei und plötzlich sahen die Tierschützer eine kleine grau-getigerte Katze mit weiß, die sich in einem der Höfe unter einem Mauervorsprung verborgen hielt. Dem Anschein nach schien sie noch sehr klein zu sein, auf jeden Fall war sie sehr dünn und brauchte menschliche Hilfe. Wie aber sollte man nun an die Katze herankommen, es war ein Zaun dazwischen und man hatte natürlich keine Fanghilfen dabei und keinen Katzenkorb. Was vorhanden war, waren Katzenfutter und Stoffbeutel, indem man es transportierte. Allzu lange durfte man auch nicht warten, denn man wusste ja nicht, ob die Katze sich dort nur aufhielt - auf jeden Fall blieb sie auf keinen Fall für Stunden hier, denn die Witterung war danach nicht und so konnte man auch nicht heimfahren und Fanghilfen und einen Korb holen. Man musste versuchen, mit Futter das Tier zu locken, denn nach seinem Zustand her, musste es ja Hunger haben. Und tatsächlich mit Thunfisch, der ja so gut riecht, gelang es, daß das Tier immer näher kam und plötzlich dicht am Zaun war. Nun musste man beherzt sein und ihn einfach packen, denn diese Gelegenheit gab es nur in diesem Moment und wir bargen ihn per Hand und setzten ihn – wir hatten ja nichts anderes – in eine Stofftasche, die wir oben zugebunden hatten. Zu allem Unglück war es auch Sonntag, am späten Nachmittag und so mussten wir unsere damalige Tier-heimleiterin noch von einer Telefonzelle anrufen und fragen, ob wir das Kätzchen ins Heim bringen können. Natürlich wurde es aufgenommen (es war ein Notfall) und so war es fürs erste einmal gerettet.

Der Winzling, übrigens ein Kater, wurde auf Pitty getauft und auf 10 Wochen geschätzt. Er war halb am Verhungern und ließ deshalb in dieser Situation alles über sich ergehen. Später stellte sich heraus, er muß in diesem jungen Alter schon sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, denn er blieb all die Jahre scheu und wollte auch von anderen Katzen nicht unbedingt etwas wissen. So vergingen die Monate und auch die Jahre und es dauerte bis in den September 1998 (inzwischen war unsere Frau Maucolin bei uns) bis wir Pitty in ein neues Zuhause geben konnten.

Eine ältere Dame, die mit ihrer Mutter zusammenlebte, suchte eine Einzelkatze, die nicht mehr ganz jung war. Sie brachte Katzenerfahrung mit und die neue Katze brauchte auch nicht gleich auf den Schoß kommen. Sie nahm den „ruhigen, noch ängstlichen“ Kater mit und war sich ganz sicher, er würde bei ihr auftauen. Was er auch nach Wochen tat, denn die beiden Damen hatten ihn wirklich in ihr Herz geschlossen und taten alles für ihn. Mit der Zeit wurde er immer zugänglicher und ließ sich auch streicheln und Frau Maucolin, die ihn des öfteren besuchte, freute sich natürlich genau so wie wir alle darüber.

Aber es sollte nicht der Platz für immer sein, den wir all unseren Katzen wünschen. Eine der neuen Besitzerinnen (die Mutter) starb nach ein paar Jahren und Pitty durfte natürlich bei der Tochter bleiben. Inzwischen war er so lieb, sie hätte ihn auf keinen Fall mehr hergegeben. Aber wie das Schicksal so spielt. Im Februar 2009 wurde die Tochter so schwer krank, daß sie ein Pflegefall wurde und niemand war da, der sich nun um den Kater kümmern könnte. So kam er nach über 11 Jahren zurück zu uns und wird nun wohl den Rest seines Lebens bei uns sein (er ist ja nun fast 15 Jahre alt) und wir werden uns besonders um ihn kümmern.

 

 
     
 
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