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28.05.2008
Die Macht des Schicksals

Bei den Tieren ist es wie bei uns Menschen.
Niemand weiß, wie viel Zeit uns hier auf Erden gegönnt ist und wie unser Leben verlaufen wird. Haben wir Glück, so werden wir in eine intakte Familie hineingeboren, wo wir geliebt werden und wo es uns gut geht und wir können auch später ein zufriedenes, langes Leben führen. Meint es das Schicksal nicht gut mit uns, so werden wir von früh an mit Sorgen und Krankheit konfrontiert.

Wir wünschen all unseren Katzen, die wir hier bei uns betreuen, natürlich ein schönes, langes Leben. Dies gilt besonders auch für Katzen mit einem besonderen Schicksal. So ein Tier ist Gromit, ein wunderschöner rotgetigerter Kater, der Ende Juli 2007 als 3-Jähriger zu uns kam. Er wurde uns zusammen mit einem anderen Kater von Tierschützern aus Frankreich gebracht, die Beide ursprünglich aus einer Tötungsstation (ja, so etwas gibt es dort noch!) gerettet hatten. Bei uns konnten sie sicher sein, dass ihnen nichts getan wird. Hier konnten sie ihre schlechten Erfahrungen mit Menschen verarbeiten und ihre Scheu vor ihnen überwinden. Wir geben solchen Katzen alle Zeit der Welt und notfalls dürfen sie – wenn sie überhaupt nicht zutraulich werden, so dass man sie vermitteln kann, bei uns für immer bleiben. Aber das war nicht der Fall. Sie brauchten zwar Monate, bis sie Zutrauen fassten, aber als erst einmal der „Bann“ gebrochen war, ging es aufwärts.

Tag für Tag konnte man mit ansehen, wie sie mehr aus sich herausgingen und mehr und mehr sich auch den Menschen öffneten. Ein gutes Zeichen für uns, dass wir auf dem richtigen Weg waren und dass wir nun auch für sie ein passendes Zuhause suchen konnten. Es war Anfang Januar 2008 als ein katzenerfahrener Mann uns aufsuchte, dessen ehemalige Freundin auch Katzen von uns hatte, und nach zwei Katzen Ausschau hielt. Er wollte unbedingt zwei, die nicht vom Schicksal verwöhnt waren und wir waren sicher, mit Gromit und Wallace würde es gut gehen. Es ging hervorragend und wir durften fast wöchentlich durch seine Berichte und Bilder an diesem Glück teilhaben. Drei Monate später schlug das Schicksal bedingungslos zu und Gromit wurde so schwer krank, dass er erlöst werden musste. Ein Trost blieb uns, er hatte ein wunderschönes Vierteljahr noch in seinem neuen Zuhause und er war letztendlich mit uns Menschen wieder versöhnt.

Mungo Jerry hat auch besonderes Glück gehabt. Eine an uns gerichtete email berichtete uns aus seinem Leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ein Palästinenser mit einer deutschen Mutter hatte ihn aus dem Straßengraben gerettet, wo er hilflos da lag. Seine beiden Hinterbeine sind nämlich gelähmt. Der junge Mann nahm ihn zu sich mit nach Hause, da er aber beruflich sehr viel unterwegs ist, konnte er den Kleinen auf Dauer auch nicht behalten und fragte an, ob wir ihn, wenn er nach Deutschland käme (es war ein paar Wochen später) aufnehmen würden. Für uns war das eine Selbstverständlichkeit und so kam dieser kleine Kater (er war damals ca. 5 Monate alt) zu uns. Der junge Mann hatte wirklich medizinisch alles getan, es waren sogar Röntgenbilder gemacht worden, aber wir konnten auch hier mit seinen Hinterbeinen nichts machen, es ist ein Geburtsfehler. Wir waren überrascht, wie selbstverständlich und unkompliziert sich der Kleine bewegte und wie gut er sich mit anderen Katzen verstand. Ihn schien seine Behinderung nicht zu stören. Eine Aushilfe von uns, die ihn regelmäßig sah, wenn sie hier in den Gehegen arbeitete, hatte sich schon in ihn verliebt, vor allem auch in sein liebes Wesen und nahm ihn ein paar Wochen später, als auch die Kastration schon gemacht war, zu sich nach Hause.

Dort erwartete ihn ein bereits vorhandener Kater und nach ein paar Tagen waren die Beiden ein richtiges „Team“ geworden. Strahlend hören wir immer wieder, wie gut es dem Neuzugang geht und wie unkompliziert es ist, mit ihm zu leben und eine ganze CD mit wunderschönen Bildern lässt uns auch hier an diesem Glück teilhaben und das ist der schönste Lohn für unsere oft so schwierige Tierschutzarbeit.

Und so schön hat es unser ehemaliges „Sorgenkind“ getroffen (übrigens der rechtere von Beiden).

Die Macht des Schicksals

 

 
     
 
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