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29.05.2007
Wir haben ein Handicap und werden trotzdem geliebt

Immer wieder Mal nehmen wir auch Katzen auf, die ein Handicap haben, sofern Platz vorhanden ist. Das sind Tiere, die sehr schwer zu vermitteln sind und oftmals auf Dauer eine Bleibe hier bei uns finden. Wir verstehen uns als „Katzenschutzverein“ und das bedeutet, daß wir kein Tier einschläfern, es sei denn, die Tierärztin muß es von seinen Leiden erlösen. In der Regel aber haben diese Katzen nur Beeinträchtigungen und keine Schmerzen.

So ein Fall ist Duna und Cloe, zwei Kätzinnen, die von Spanien zu uns kamen, weil sie dort keine Überlebenschance gehabt hätten, denn sie sind blind. Sie haben vermutlich durch einen nicht behandelten Katzenschnupfen ihr Augenlicht verloren und wären mit Sicherheit in Spanien eingeschläfert worden.
Durch einen Notruf sind sie schon vor längerer Zeit bei uns gelandet und freuen sich ihres Lebens im wahrsten Sinne des Wortes. Sie haben sich bestens in die Gruppe integriert, toben mit den anderen und haben auch gelernt, sich auf die Aussichtsbretter zu legen und genießen den Sonnenschein bei schönem Wetter. Sie gehen aufs Klo, wie die anderen Katzen auch und nur ein Blick in ihre Augen zeigt, daß mit denen etwas nicht stimmt.
Diese Tiere haben durch ihre Behinderung ein hervorragend ausgeprägtes Hörvermögen, einen sehr guten Geruchs- und Tastsinn und gleichen dadurch vieles aus. Bei uns leben sie in einer Gruppe mit gesunden Katzen zusammen und dürfen – notfalls auch für immer - bei uns bleiben. Aber vielleicht findet sich doch einmal ein geeigneter Katzenmensch, der sich mit solchen Tieren auskennt und dann auch mit ihnen zurecht kommt (wir hatten dies übrigens schon einmal).

Zusammen mit diesen beiden blinden Katzen kam auch Nube zu uns. Eine Kätzin, die nur drei Beine und einen kurzen Schwanz hat. Was ihr in Spanien widerfuhr, wissen wir nicht, denn nur sie könnte uns das erzählen. Ihr Vertrauen zu Menschen hatte sie jedenfalls nicht verloren, denn nach ein paar Wochen wurde sie sehr anhänglich und lieb, nachdem wir uns besonders um sie bemüht hatten. Sie hatte auch schon das Glück, daß wir sie als Zweitkatze vermitteln konnten und es geht ihr sehr gut. Sie liebt die Erstkatze und die neue Besitzerin und alle drei sind ein „Superteam“ geworden.

In diesen Reigen gehört auch Stinker, ein Kater mit nur einem Auge, der auch schon eine Weile vermittelt ist. Er hat eine „bewegte“ Vorgeschichte und kommt ursprünglich aus der Türkei. Dort hatten sich Deutsche um ihn gekümmert, die von Berufswegen dort waren. Er tat ihnen so leid, lebte auf der Straße und niemand kümmerte sich um ihn. Sie ließen ihn kastrieren, impfen und nahmen ihn schließlich zu sich.
Aber in der Türkei konnten sie nicht bleiben, sie wurden zurückversetzt nach Deutschland und was sollte nun aus Stinker werden? Er hatte zwar eine Tollwutimpfung, aber die vorgeschriebene Frist bis zur Ausreise war noch nicht abgelaufen. Das bedeutete, er mußte in Deutschland sofort in eine geeignete Quarantäne-Station oder er würde auf dem Flughafen beschlagnahmt werden.

Ein Hilferuf erreichte uns und wir schlugen vor, da wir eine solche Station haben, sich mit dem hiesigen Veterinäramt in Verbindung zu setzen und um Genehmigung zu ersuchen, daß der Kater nach Ankunft auf dem Flughafen sofort zu uns kann. Das war natürlich noch aufregend bis das klärende Schriftstück von amtswegen in der Türkei war, das man dann am Zoll vorweisen konnte.

Aber letztendlich ging alles gut, die Ämter spielten mit und Stinker kam zu uns und mußte noch ein paar Wochen seine Quarantänezeit absitzen und war so gerettet. Zu gerne hätten die Retter ihn selbst behalten, aber das war nicht möglich, da sie nur kurz in Deutschland bleiben würden und so gaben sie ihr Einverständnis, daß wir ihn selbst nach dieser Quarantänezeit vermitteln durften. Auch er lebt schon länger sehr glücklich bei einer Familie als Zweitkatze und ist ausgesprochen lieb (er heißt jetzt Minou und den Dankesbrief der neuen Besitzer an uns finden Sie in unserem Internet im Monat Mai).

 
     
 
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