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19.04.2007 Mein Fell gehört mir...

Unter diesem Motto fand in Frankfurt am Main am Samstag (24. März 2007) eine Groß-Demonstration gegen die Pelzmesse „Fur & Fashion“ statt. Diese internationale Messe wurde vom 22. bis 25. März hier zum 59sten Mal durchgeführt. Kürschnerinnen und Mode-Designerinnen aus der ganzen Welt treffen sich dann auf dem Messegelände und präsentieren und werben für ihre Produkte.

Vom Frankfurter Katzenschutzverein, dessen Zweck die Gewährung von Schutz und Hilfe für herrenlose, ausgesetzte und sonstige Katzen ist, nahmen an der Protest-Aktion unser Vorsitzender und unsere stellv. Vorsitzende teil. Denn vor dem Leid, das vielen anderen Tieren angetan wird, können und wollen wir uns als Tierschützer nicht verschließen, auch wenn uns die Katzen besonders am Herzen liegen. Wir sind daher jedes Jahr regelmäßig auf diesem Protestmarsch vertreten.

Man stelle sich einmal vor, jährlich sterben mehr als 55 Millionen Tiere für die Pelzindustrie. Darunter auch viele Nerze, die immer noch in deutschen Nerzfarmen gezüchtet werden. Die meisten Tiere aber lassen ihr Leben, um als Pelzbesätze verarbeitet zu werden, sei es auf Schuhen, Jacken oder Mützen. Pelz dient dabei als Accessoire und verschleiert somit das Gefühl, ein totes Tier zu tragen. Verdrängt wird für den Kunden dabei, daß für jedes noch so kleine Stückchen Echtfell auf der Kleidung Tiere erheblich leiden mußten.

Es gibt immer noch keine einheitliche Kennzeichnung der Pelzprodukte. So wurden in den letzten Jahren auch immer wieder Hunde- und Katzenfelle als Importware, vorwiegend aus dem asiatischen Raum, verarbeitet. Oft wird auch der Begriff „Echt Pelz“ verwendet, um die wahre Tierqual zu verschleiern.

Allein in deutschen Pelztierfarmen fristen Tausende von Nerzen und Chinchillas ein elendes Dasein. In engen und strukturlosen Drahtkäfigen werden die bewegungsfreudigen Wildtiere gefangen gehalten. Massive Verhaltensstörungen und auch Selbstverstümmelungen der Tiere sind die Folge. Dem tristen Leben (aufgezogen, um zu sterben) wird meist durch Vergasen oder Elektroschock ein qualvolles Ende bereitet. Ein Verbot der Zucht und Haltung von Tieren zur Pelzgewinnung ist daher dringend erforderlich. Das Leid der Tiere, die zum Zwecke der Pelzgewinnung gehalten werden, muß beendet werden. Dies wird auch seit Jahren vom Deutschen Tierschutzbund, dem auch wir angeschlossen sind, gefordert. Wir appellieren gemeinsam an jeden einzelnen Verbraucher, das grausame Geschäft nicht zu unterstützen und auch auf Pelzaccessoires zu verzichten. Pelze zu kaufen ist im 21. Jahrhundert nicht notwendig. Es gibt heute eine Vielzahl von wunderschönen „Kunstfellen“, die den gleichen Zweck erfüllen und zudem ihren Geldbeutel schonen.

Im Dezember 2006 hat die EU-Kommission eine Gesetzesinitiative gestartet mit dem Ziel, die Produktion, den Handel und den Verkauf von Hunde- und Katzenfellen in Europa zu verbieten. Sollte dieser Entwurf tatsächlich Gesetz werden (ohne Ausnahmeregelungen, die das Ziel des Gesetzes aushöhlen könnte), wäre das für den Tierschutz schon einmal ein Erfolg in die richtige Richtung.

Auf jeden Fall ist das Tragen von Pelz, egal ob er von Tieren aus der freien Wildbahn oder von in viel zu kleinen Käfig gehaltenen Zuchttieren stammt, mit großem Tierleid verbunden. Es bleibt daher wichtig und notwendig, die Öffentlichkeit auf die bestehenden Mißstände aufmerksam zu machen und auf solchen Veranstaltungen zu protestieren. Wie wichtig dieses Thema inzwischen ist, zeigt, daß dieses Jahr weitaus mehr Teilnehmer als letztes Jahr erschienen waren. Sie kamen aus Deutschland, England, Österreich, der Schweiz sowie aus Holland, um ein internationales Zeichen für den Schutz und die Rechte der Tiere zu setzen. Mit Musik und Redebeiträgen wurde diese Veranstaltung untermauert. Hoffen wir, daß wir gemeinsam für diese armen Kreaturen wieder etwas bewegen konnten.

 
     
 
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