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Dieser Bericht zeigt wieder einmal, daß Katzen Vertrauen zu „Ihren“ Menschen aufbauen – aber lesen Sie selbst

Einer Familie wurde nach Jahrzehnten wegen Eigenbedarf gekündigt. Die Situation war deshalb besonders schlimm, weil sie sich hier in ihrem Häuschen um etliche Katzen kümmerten, die plötzlich da waren, um ihr Haus schlichen oder im angrenzenden großen Garten blieben. Sie fütterten sie, ließen sie kastrieren, beschäftigten sich eingehend mit ihnen und alle wurden handzahm (außer Katja) und konnten so ins neue Domizil mitgenommen oder zumindest zu uns ins Heim zwecks einer Vermittlung gebracht werden – und alle fanden ein wunderbares Zuhause.

Nun zu Katja:
Eine schwierige Persönlichkeit, die anscheinend ihre „Gartenfreiheit“ mehr als uns Menschen zu lieben schien und deshalb blieb sie im alten Zuhause und wurde von den Nachbarn weiter betreut. Man gab ihr sogar Gelegenheit, im Keller des Hauses Unterschlupf zu finden, doch sie nahm dieses „Asyl“ nicht an. Zusammengekauert hockte sie frierend auf der Terrasse. Sobald die Bewohner sich der Tür näherten, flüchtete sie ins Dickicht am Hang. Kurz danach hörte man sie wieder weinen und klagen, weil kein Fenster in ihrer ehemaligen Bleibe offen war (die neuen Hausbewohner hatten nichts für Katzen übrig). Es wurde kälter und kälter, schließlich war es Winter. Früher kam sie wenn es regnete oder kalt wurde gerne freiwillig ins Haus, um auf dem Schoß von Herrchen Platz zu nehmen. Sie schmuste mit seinem Bart. Sie stieg auf die Sessellehne, um die Haare jeweils einzeln zu putzen. Wenn man sie aber streicheln wollte, wich sie empört zurück. Sie ließ sich nicht berühren!

Nun also waren ihre früheren Futtergeber nicht mehr da und es war unheimlich kalt und so ließ sie sich doch ins Haus der Nachbarn locken, wo zufällig der Sohn der früheren „Dosenöffner“ war und einen Besuch abstattete. Es gelang ihm, die von Sinnen tobende und schreiende Katja einzufangen , in den Transportkorb zu stopfen und nun brachte er sie endgültig „heim“.

Ohne Vorwarnung kam er mit dieser kleinen Furie hier in die Wohnung. „Wohin mit ihr“ fragte er, wobei der Katzenkasten wie im Sturm hin und her wankte und Katja fürchterlich jaulte und brüllte und ernsthaft bemüht war, die Plastikbox zu zerfetzen!!

Ins Schlafzimmer, rief ich ihm zu. Das rief ich immer, wenns um Tiere mit Problemen ging. Da wars der Betten wegen erstmal weich, Fenster und Tür konnten geschlossen werden und es war stets ruhig und auch irgendwie gemütlich. Die Box wurde auf das Bett gestellt und geöffnet, indem leise auf Katja eingeredet wurde ...

WAUU!! Wie ein Blitz schoß sie heraus, sprang hinüber an die Gardine, randalierte so kraftvoll, daß drei kleine Töpfe, die auf dem Sims standen, das Gleichgewicht verloren und zu Boden prasselten.

So Katja, nun ist Schluß mit dem Terror, sagte ihre frühere Betreuerin ganz lieb und sanft, nun bist du daheim angekommen ...... Sie leistete keinen Widerstand, als sie freundlich von der Gardine gepflückt und mit milder Bestimmtheit auf das Fußende des Bettes gesetzt wurde. Und dann, als sie das weiche Bettzeug und die Wärme im Raum spürte, als sie die doch noch vertraute Stimme hörte, entspannte sie sich sehr schnell. Sie begann zu schnurren und gab Köpfchen. Sie gab ihr Köpfchen zum Schmusen. Sie tatzelte dabei behaglich auf dem weichen Federbett. In ihr Schnurren kam ein liebevolles Gurren. Es störte sie nicht, daß die Menschentränen liefen und in ihr Gesicht fielen. Es war einer der schönsten Augenblicke

  • weil man nun keine Angst mehr um Katja haben mußte
  • weil sie das allererste Mal in ihren 8 Jahren mit Menschen geschmust hatte.

Bevor sie sich müde und wohlig auf dem Bett zusammenrollte, wurde sie ganz vorsichtig auf den Arm genommen und ihr wurde das Katzenklo, das vor den Betten steht, gezeigt. Mit der einen Hand wurde sie gehalten, mit der anderen Hand wurde im Katzenstreu gescharrt und es wurde ihr erklärt. Das ist die Toilette, verstehst du das? Sie hat es verstanden!!! In den ganzen Jahren vorher hatte sie nie ein Katzenklo benutzt, weil sie immer die Möglichkeit hatte, ihr Geschäft im hinteren Garten zu erledigen.

Katja schlief erstmal 5-6 Stunden, ging dann aufs Katzenklo und stiefelte dann – von den anderen drei Katzen mit Wiedersehensfreude begrüßt – ja wirklich lieb und freundlich – zielsicher in die Küche, wo das Futterchen steht. Dort labte sie sich ausgiebig. Danach ging sie wieder in ihr (unser) Bett. Und als spätabends (nach Mitternacht) das Herrchen in sein Bett ging, wechselte sie ihren Platz und kuschelte sich in seinen Arm..... Und so ist es jede Nacht. Abends sitzt sie bei ihm auf dem Schoß und sieht mit fern, zwischendurch putzt sie gründlich seinen Bart und die Kopfhaare. Sie hat sich wunderbar eingelebt und spielt auch gerne mit den anderen Drei – und alle sind froh, daß sie wieder bei ihnen ist.

 

 

 
     
 
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