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Der Kampf ums Überleben

Eine Geburt ist bei Katzen – wie bei uns Menschen – auch ein gewisses Risiko. Es können Komplikationen eintreten, mit denen nicht gerechnet wurde oder die Geburt beginnt sich früher anzukündigen als erwartet.

Unsere Tierheimleiterin, Frau Maucolin, ist so einiges gewöhnt und hat im Laufe ihrer Dienstjahre schon viel erlebt, aber jeder Fall ist wieder anders. Das Wichtigste ist, die Tiere zu beobachten, ob sie ihr Verhalten ändern und dann die richtigen Schritte einzuleiten.

Wir haben Anfang April zwei trächtige Mutterkatzen bekommen, die in einem Gartengelände lebten. Die Menschen meinten es gut mit ihnen, sie fütterten sie auch, aber sie sollten letztendlich mit ihren Jungen – da sie zutraulich waren - ein Dach über den Kopf bekommen. Und so war es vernünftig, sie uns vorher zu bringen, bevor die Jungen auf der Welt waren und so kamen sie hochträchtig bei uns an.

Eines Tages stellte unsere Brigitte fest, daß eine Katze der Beiden irgendwie komisch lief und sie wurde aus diesem Grunde unserer Tierärztin mitgegeben. Aufgrund der Untersuchungen war man gewillt, einen Kaiserschnitt zu machen, da aber noch Tage bis zum Geburtstermin waren, entschied man sich, noch etwas zu warten, obwohl die Katze schon in Narkose lag. Denn jeder Tag zählt bei der Katze mehr als beim Menschen, da auch die Tragezeit viel kürzer ist. Und welch ein Glück! Die Narkose hatte bei der Katze bewirkt, daß sie irgendwie entspannter war. Man behielt sie in der Praxis, um sie unter Kontrolle zu haben und ihre Jungen gebar sie schließlich auf natürlichem Wege einige Tage später.

Bei der zweiten Katze traten Probleme während des Geburtsvorganges auf und da hieß es auch, so schnell wie möglich zu operieren. Unsere Tierheimleiterin – es war natürlich wie so oft sonntags – rief sofort in unserer Praxis an, die immer eine Ärztin im Bereitschaftsdienst haben, sie würde die Katze sofort bringen. Alles wurde für einen Kaiserschnitt vorbereitet und um 11 Uhr abends waren 3 kleine Kätzchen ins Leben geholt. Nun fuhr man mit Mutter und Kindern wieder zurück ins Heim, es war weit über Mitternacht und man bangte, ob die Mutter die Kleinen annehmen würde. Sie tat es letztendlich nicht und so wurden diese drei Winzlinge einer anderen Mutterkatze untergeschoben, die sich vorbildlich um ihre Kinderschar kümmert. Obwohl diese Jungen etwas älter sind, war es der Mutter egal. Sie leckte diese gleich ab. Anschließend suchten die Kleinen die Zitzen der Ersatzmutter und tranken eifrig. Nun konnte auch unsere Brigitte ruhigen Gewissens nach Hause gehen und noch ein paar Stunden schlafen. Alle Tiere wurden gerettet und dürfen leben – sie hätten in der Freiheit keine Chance gehabt.

 

 
     
 
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