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  Endlich in Sicherheit

Am 23. Februar konnten wir endlich „Romeo“, wie wir diesen Kater nannten, zu uns nehmen und wir sind glücklich, dass er sich so gut eingelebt hat.

Die Geschichte fing damit an, dass wir schon im Januar von verschiedenen Leuten aus dem Stadtschulamt angerufen wurden, dass ein schwarz/weißer Kater mit einem trüben Auge sich in der Seehofstraße aufhalten würde und dort auch Futter bekäme. Er ließe sich streicheln und wäre oft stundenlang da. Von der Beschreibung her war darauf zu schließen, dass es sich um einen Freigänger aus der Nachbarschaft handeln würde. Die Vermutung lag auch nahe – nachdem sich eine ehrenamtliche Kollegin intensiv mit diesem Fall beschäftigte – und feststellte, dass das Tier kastriert und samstags oder sonntags, wenn sie auftauchte, nie zu sehen war – schließlich durften wir keine Besitzer-Katze einfangen.

Auch unsere Tierheimleiterin ging der Kater nicht aus dem Kopf und so fuhr sie dreimal vor Dienstantritt schon vor 7 Uhr an die Stelle, wo das Tier laut Beschreibung sich aufhalten würde. Und tatsächlich war auch Romeo jeweils da – aber die Leckereien im Fangkorb interessierten ihn herzlich wenig – er hatte einfach keinen Hunger!! Da war guter Rat teuer. Wir vertrauten nun auf Uschi, die sich liebevoll um den Kater kümmerte und versprach, ihn einzufangen und uns zu bringen. Ihr Mann hatte extra eine Art Tasche genäht, denn sie waren sicher, da würde er lieber reingehen, als in einen Gitterkorb – aber auch so funktionierte es nicht.

Und immer wieder beobachteten wir, dass er von verschiedenen Seiten gefüttert wurde – satt war er auf jeden Fall. Das ist schön für den Kater und auch beruhigend zu wissen, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich um so ein Geschöpf kümmern. Für uns aber war es fatal, weil er nie Hunger hatte und deshalb das Einfangen nicht funktionierte.

Als wir noch von einer Dame vom Bund gegen Mißbrauch angerufen wurden, die ebenfalls von diesem schwierigen Fall hörte, beschlossen wir, es auf gut Glück noch einmal abends zu versuchen. So fuhren die Tierheimleiterin und die Schatz-meisterin noch am selben Tag zu Romeo. Dabei bemerkten wir, dass er jeweils weglief, wenn wir beide auf ihn zugingen. Er duldete demnach also nur immer eine Person bei sich, was bestimmt damit zusammenhängt, dass er nur auf einem Auge sieht. Also mussten wir es so anstellen, dass er von einem gestreichelt wurde und diese Person musste ihn dann gleichzeitig per Hand schnappen, denn nochmals mit einem Korb wollten wir es gar nicht versuchen. Es hatte nie etwas gebracht – im Gegenteil, der Kater lief dann wieder weg. Der Plan war ausgeheckt und musste nur noch ausgeführt werden und wer wäre da prädestinierter als unsere Tierheimleiterin – die selbst mit den scheuesten Tieren klar kommen muss.

Gesagt, getan, - besondere Vorsicht war geboten, das Tier durfte nicht spüren, was wir im Sinn hatten und da waren vor allem ruhige Bewegungen angesagt und keine Hektik. Es dauerte etwas bis der Kater uneingeschränkt sich streicheln ließ und so konnte Brigitte ihn dann letztendlich fassen. Schnell wurde er in den bereitgestellten Korb gesetzt und ab ging es in den Speckweg.
Bei uns hat er sich bestens eingelebt, sich mit einem Kater angefreundet und nichts, aber auch gar nichts, deutet daraufhin, dass er wieder nach draußen will. Niemand hat sich nach ihm erkundigt oder hat ihn vermisst, nur vom Stadtschulamt erfuhren wir zum Schluss, dass er seit zwei Jahren dort immer wieder auftaucht.

Bei uns wird er erstmal medizinisch betreut, erhält vor allem seine notwendigen Impfungen und freut sich über unsere Zuwendungen. Einig sind wir uns darin, dass wir ihn nur zusammen mit seinem „Freund“ vermitteln werden.


 

 
     
 
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