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Berichte 2003
 
 

Ausgegrenzt

Unsere Tiere kommen auf unterschiedlichste Weise zu uns. Am 21.6. hatten wir einen besonderen Vorfall.

Gegen 19 Uhr - wir waren - wie immer - noch im Heim, erreichte uns der Anruf von der Feuerwehr. Sie wären gerade auf einem Einsatz und würden uns gerne eine arme, heruntergekommene Katze bringen. Ob hier Kosten anstünden, die Stadt dürfte damit nicht belastet werden, sie hätte kein Geld und sie dürften ansonsten das Tier nicht bringen. Was sollten wir dazu sagen? Wir leben auch nur von Spenden und Beiträgen und sehen zumindest zuerst das arme Geschöpf, dem geholfen werden muß -- und dann erst denken wir an das Finanzielle.

Also sagten wir zu und knapp eine halbe Stunde später standen zwei Feuerwehrleute mit einem großen Pappkarton vor unserer Tür.Darin befand sich ein ca. 12 Jahre alter getigerter Kater, kastriert und total verwahrlost. Radfahrer hatten ihn am Main gesehen, als er versuchte, Wasser zu trinken und alamierten daraufhin die Feuerwehr. Nun war er also bei uns in Sicherheit, seine Vorgeschichte werden wir jedoch nie erfahren. War sein Besitzer verstorben und man hatte ihm seinem Schicksal überlassen, war er entlaufen und fand nicht mehr zurück? Jedenfalls schnurrte er hingebungsvoll als die Tierheimleiterin ihn aus seiner Kiste holte als wollte er sagen, nun bin ich endlich wieder bei Menschen und werde versorgt und nun bin auch ich wieder glücklich.

Wir hoffen sehr, falls wir seinen Besitzer nicht ausfindig machen können, dass wir ihn trotz des Alters (nach sorgfältiger medizinischer Versorgung) noch vermitteln können, ansonsten darf er bei uns bleiben und wir werden ihn niemals mehr im Stich lassen.

24.06.2003

 
     
 
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