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Berichte 2001
 
 

Schwierige Bergung einer jungen Katze von der Spitze eines hohen Baumes, nachdem sie fünf Tage dort sass!

In den 37 Jahren seines Bestehens ist der Frankfurter Katzenschutzverein mit den vielfältigsten Notlagen von Katzen konfrontiert worden und konnte bei vielen, vielen Fällen durch besondere Einsätze helfen. Es mangelte dabei nicht an außergewöhnlichen Situationen.

Über einen ungewöhnlichen Einsatz aus jüngster Zeit wollen wir jetzt berichten.

Am Mittwoch, den 17. Oktober 2001, entwischte eine dreifarbige Katze aus der Wohnung im ersten Stock im Großen Hasenpfad in Frankfurt-Sachsenhausen. Ihr vielleicht fröhlich gedachter Ausflug endete im Hinterhof in Panik: Die Katze flüchtete auf einen hohen Baum und kam partout nicht mehr herunter. Alle Ansprache, Lockungen halfen nicht und das Anstellen einer Leiter trieb die Katze nur noch höher in den Baum.

Am nächsten Tag wurde die Feuerwehr gerufen. Aber auch sie konnte nicht helfen, da ihre Fahrzeuge zu groß für die schmale Hofeinfahrt und bei den kleinen Wagen die Leitern zu kurz waren.

Guter Rat war teuer!
Viele andere Möglichkeiten wurden ersonnen, keine half.

Inzwischen war es Montag, 22. Oktober, geworden, und die Katze saß immer noch hoch oben im Baum. Nun schon fünf Tage, ohne Wasser und Futter, bei viel Regen und recht kühlen Nächten.

Alle Beteiligten waren verzweifelt. Einer Nachbarin fiel dann noch der Frankfurter Katzenschutzverein in Oberrad ein. Mit wenig Hoffnung, wie sie später selbst sagte, rief sie auch dort noch an, nachdem schon zuvor andere Tierschutzorganisationen auch keine Lösung parat hatten.

Wir vom Frankfurter Katzenschutzverein ließen uns den Fall schildern. Größte Eile war geboten, zu helfen. Da die Katze, die nach fünf Tagen großen Hunger und Durst haben mußte, nicht von selbst den Abstieg wagte und möglicherweise unter Schock stand, mußte sie eben von der Spitze des Baumes geholt werden. Aber wie? Nach vielen ergebnislosen Telefonaten mit allen möglichen Firmen und auch kommunalen Dienststellen, die über passendes Gerät verfügen könnten, fanden wir - endlich - eine Firma, die Hebebühnen aller Art verleiht und glücklicherweise gerade ein 7,5- t-Fahrzeug mit Bühne für 25-Meter Höhe und Fahrer auf dem Hof bereitstehen hatte. Diese Firma, die selbst eine "Bürokatze" hat, die von Mitarbeiterinnen gefüttert wird, half augenblicklich:

Das Fahrzeug raste zum Einsatzort, unsere Tierheimleiterin, Brigitte Maucolin, ebenfalls und die Aktion konnte beginnen. Nach vielen Versuchen hoch oben von der Hebebühne aus (die Umstehenden wollten schon verzagen) gelang es Brigitte, die Katze zu packen, mit geübtem Griff festzuhalten und unten auf dem sicheren Erdboden in den bereitstehenden Korb zu setzen. Daß Brigitte dabei etliche Beisser und Kratzer abbekam, fällt bei dem glücklichen Ende der Geschichte überhaupt nicht ins Gewicht ...

Zunächst kam die Katze in unser Katzenschutzheim. Dort fraß sie sich erst einmal satt und trank und trank. Erfreulicherweise ergab dann die Untersuchung durch die Tierärztin, daß die Katze keinen Schaden davongetragen hat und am nächsten Tag konnte sie wieder in ihre Wohnung zurückkehren. Frauchen und Herrchen versprachen, künftig noch besser auf sie aufzupassen.

Solche Ereignisse helfen uns, das Leid, mit dem wir im Tierschutz tagtäglich konfrontiert werden, besser zu ertragen.

23.10.2001

 
     
 
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